Alpenländische Gemserolle Im Speckmantel Low Carb Wildlende Mit Cremiger Pilzfüllung

Gemserolle Low Carb Zarte Wildlende im Speckmantel mit PilzFüllung
Gemserolle Low Carb Zarte Wildlende im Speckmantel mit PilzFüllung

Ein Festmahl aus den Alpen: Die Gemserolle neu interpretiert

Der Ruf der Berge hat in der gehobenen Küche immer einen besonderen Klang. Die Gemserolle, ein traditionelles Gericht, das tief in der alpenländischen Jägertradition verwurzelt ist, verkörpert diesen Geist wie kaum eine andere Speise.

Historisch mit dem Fleisch der Gams zubereitet, greifen wir heute in der Praxis auf die zartere und besser verfügbare Lende von Wildschwein oder Hirsch zurück. Doch der Anspruch bleibt derselbe: Wir kreieren einen festlichen Braten, der sowohl in seiner Saftigkeit als auch in der Tiefe seines Aromas besticht.

Unser Fokus liegt dabei auf einer zeitgemäßen, kohlenhydratarmen Interpretation, die den intensiven Wildgeschmack in den Vordergrund stellt.

Der Geschmack der Berge: Von der Jagdhütte auf Ihren Teller

Die Wildlende, das Herzstück dieser Kreation, bringt eine aromatische Intensität mit sich, die man bei konventionellem Fleisch vergeblich sucht. Dieses Gericht ist mehr als nur eine Hauptspeise; es ist eine Hommage an die Natur und die sorgfältige Zubereitung.

Wir nehmen uns die Zeit für einen präzisen Zuschnitt und eine sorgfältige Füllung, um ein Ergebnis zu erzielen, das rustikale Ehrlichkeit mit kulinarischer Eleganz verbindet.

Die Gemserolle wird somit zum idealen Mittelpunkt eines Sonntagsmahls, das sowohl ambitiös als auch zugänglich ist, eingestuft im mittleren Schwierigkeitsbereich.

Warum Wildfleisch in die moderne Küche gehört

Wildfleisch, insbesondere die Lende, ist von Natur aus mager und nährstoffreich. Die Qualität des Fleisches, das aus freier Wildbahn stammt, ist unübertroffen und bietet ein reineres, komplexeres Geschmacksprofil.

Da wir eine eher fettarme Fleischsorte verwenden, dient die Ummantelung mit Frühstücksspeck nicht nur der Würze, sondern garantiert auch, dass die Gemserolle während des Schmorens saftig bleibt.

Wild ist zudem eine nachhaltige Wahl und erfreut sich gerade deswegen wachsender Beliebtheit in der modernen, bewussten Ernährung.

Der Unterschied: Low-Carb Füllung statt traditioneller Semmelknödel

Die klassische Gemserolle wird oft mit einer Füllung aus Semmelbröseln oder Knödelmasse zubereitet. Für unsere moderne, Low-Carb Variante verzichten wir komplett auf Stärke.

Die Füllung besteht stattdessen aus einer reichhaltigen Mischung von 150 Gramm Waldpilzen (bevorzugt Pfifferlinge), die in Butter mit Schalotten geschwenkt wurden, und cremigem 100 Gramm Kräuterfrischkäse.

Abgeschmeckt mit frischer Petersilie und Majoran, verleiht diese Kombination der Rolle eine würzige Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Gesamtkohlenhydratzahl pro Portion extrem niedrig bleibt (geschätzt 3 5 Gramm).

Alpine Basis: Was Sie für die Gemserolle benötigen

Um dieses alpine Meisterstück zu kreieren, benötigen Sie drei Hauptkomponenten: das Fleisch, die Füllung und den Wildfond für die Sauce. Beginnen Sie mit 600 Gramm Wildschwein- oder Hirschlende, die idealerweise aus einem Stück geschnitten ist.

Für den schützenden und geschmackvollen Mantel sind etwa 150 Gramm dünn geschnittener Frühstücksspeck unerlässlich. Zur Vorbereitung der Füllung benötigen wir neben den Pilzen und dem Frischkäse lediglich eine kleine Schalotte und etwas Butter.

Die entscheidende Grundlage für die Wildsauce bildet ein halber Liter hochwertiger Wildfond. Vervollständigt wird die Saucenbasis durch 100 Milliliter trockenen Rotwein sowie aromatische Akzente wie Lorbeerblatt und Wacholderbeeren.

Perfekte Vorbereitung: Ausrüstung und Fleischwahl

Alpenländische Gemserolle Im Speckmantel Low Carb Wildlende Mit Cremiger Pilzfüllung presentation

Die Vorbereitung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der Gemserolle. Da es sich um Lendenfleisch handelt, das schnell trocken wird, müssen wir präzise arbeiten. Planen Sie etwa 30 bis 40 Minuten reine Vorbereitungszeit ein.

Die edlen Hauptdarsteller: Fleisch und Füllungsgeheimnisse

Die Wahl der Wildlende muss bedacht erfolgen: Das Fleischstück sollte möglichst gleichmäßig und von Sehnen befreit sein, um den sogenannten Schmetterlingsschnitt zu erleichtern, der eine große, gleichmäßige Fläche zum Füllen erzeugt.

Bezüglich der Füllung: Achten Sie darauf, die Pilze nach dem Anschwitzen vollständig abkühlen zu lassen, bevor Sie sie mit dem zimmerwarmen Frischkäse vermischen. Dies gewährleistet, dass die Masse eine feste Konsistenz behält und sich später beim Rollen nicht verflüssigt.

Aromatische Begleiter: Kräuter und Gewürze für die Kruste

Die Würzung des Fleisches erfolgt intern mit grobem Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer, bevor die Füllung aufgetragen wird. Die eigentliche äußere Würze und der Feuchtigkeitsschutz stammen vom Speckmantel. Die ca.

zehn bis zwölf dünnen Speckscheiben werden überlappend um die Gemserolle gelegt. Dieser Mantel karamellisiert beim Anbraten in Butterschmalz und bildet eine köstliche Kruste, die die zarte Lende versiegelt.

Der wichtigste Helfer: Die Küchenutensilien für die Rollform

Für das Rollen und Fixieren sind zwei Hilfsmittel unverzichtbar: Ein scharfes Messer, um die Lende sauber aufzuschneiden, und hitzebeständiges Küchengarn. Das feste Binden der Rolle ist entscheidend, damit die Gemserolle beim Braten ihre Form behält und die Füllung eingeschlossen bleibt.

Ebenso wichtig ist ein digitaler Fleischthermometer, da die Garzeit (geschätzt 55 65 Minuten) immer von der Dicke des Fleisches abhängt und die Kerntemperatur exakt kontrolliert werden muss.

Mehlfreie Bindung: So gelingt die cremige Wildsauce

Die Wildsauce lebt von der Qualität des Fonds und der Reduktion. Nach dem Anbraten der Rolle wird der Bratensatz mit dem Rotwein abgelöscht und die Flüssigkeit zur Hälfte eingekocht. Anschließend werden der Fond und die Gewürze hinzugegeben.

Um die Sauce am Ende ohne Mehl zu binden und ihr einen unwiderstehlichen Glanz zu verleihen, wenden wir die Methode des Montierens an: Nach dem Passieren und Reduzieren wird der Topf vom Herd genommen und 50 Gramm kalte Butterwürfel nach und nach unter ständigem Rühren in die heiße Sauce emulgiert.

Schritt für-Schritt zum Hüttengenuss: Die Zubereitung

Die Gesamtzubereitung der Gemserolle nimmt ungefähr eine Stunde und vierzig Minuten in Anspruch.

Das Plattieren des Fleisches und das richtige Füllen

Zuerst wird die Pilzfüllung zubereitet, gewürzt und muss anschließend gut abkühlen. Im nächsten Schritt schneiden Sie die Wildlende im Schmetterlingsschnitt auf und plattieren sie bei Bedarf vorsichtig, um eine gleichmäßige Dicke zu erzielen.

Nachdem die Innenseite gesalzen und gepfeffert wurde, verteilen Sie die Pilz Frischkäse-Masse gleichmäßig, wobei Sie einen Rand von zwei Zentimetern freilassen.

Vom Binden bis zum Anbraten: Die Kruste versiegeln

Rollen Sie das Fleisch von der kurzen Seite her sehr fest auf. Nun folgt das Umwickeln mit den dünnen Speckscheiben, die lückenlos aneinanderliegen sollten. Mit Küchengarn fixieren Sie die Gemserolle alle paar Zentimeter, damit sie fest bleibt.

Erhitzen Sie das Butterschmalz in einem Bräter und braten Sie die Rolle von allen Seiten scharf an, bis der Speck knusprig und goldbraun ist (etwa fünf bis sieben Minuten). Nehmen Sie das Fleisch kurz heraus.

Schonendes Schmoren: Die ideale Kerntemperatur erreichen

Heizen Sie den Ofen auf $160^circtext{C}$ Ober-/Unterhitze ($140^circ
text{C}$ Umluft) vor. Löschen Sie den Bratensatz im Bräter mit dem Rotwein ab und geben Sie den Fond samt Knoblauch und Wacholderbeeren hinzu. Legen Sie die Rolle zurück in den Bräter und garen Sie sie im Ofen.

Der Schlüsselmoment ist die Messung der Kerntemperatur: Das Fleisch ist perfekt medium rare bis medium, wenn es exakt $60 62^circ
text{C}$ erreicht. Nehmen Sie die Rolle sofort aus dem Ofen, decken Sie sie locker mit Alufolie ab und lassen Sie sie für mindestens zehn Minuten ruhen, damit sich die Säfte im Inneren verteilen können.

Die kohlenhydratarme Reduktion: Basis für die intensive Wildsauce

Während das Fleisch ruht, passieren Sie den Bratfond durch ein feines Sieb und reduzieren ihn in einem Topf auf etwa die Hälfte. Sobald die gewünschte Intensität erreicht ist, nehmen Sie den Topf vom Herd.

Rühren Sie die kalten Butterwürfel mit einem Schneebesen ein, bis die Sauce zu glänzen beginnt und leicht sämig wird dies ist die mehlfreie Bindung. Zum Servieren das Küchengarn entfernen und die Gemserolle in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden und mit der Sauce nappieren.

Experten Tipps für die perfekte Gemserolle

Die Zartheit der Gemserolle hängt von drei Faktoren ab, die Sie strikt beachten sollten: Erstens: Messen Sie die Kerntemperatur! Verlassen Sie sich niemals auf die Uhrzeit allein.

Zweitens: Sparen Sie nicht an der Qualität des Wildfonds, denn er liefert die gesamte geschmackliche Basis für die Wildsauce. Drittens: Die Füllung sollte, wie erwähnt, unbedingt gut gekühlt sein, bevor sie auf das Fleisch kommt, damit sie nicht während des Rollens herausquillt.

Der perfekte Abschluss: Beilagen und Weinempfehlungen

Die Gemserolle ist ein Gericht, das von durchdachten Begleitern profitiert.

Optimale Lagerung und das Aufwärmen am nächsten Tag

Sollten Reste übrig bleiben, lagern Sie die in Scheiben geschnittene Rolle und die Sauce getrennt im Kühlschrank. Beim Aufwärmen ist Vorsicht geboten, damit das magere Wild nicht trocken wird. Am besten erhitzen Sie die Scheiben kurz im vorgeheizten Ofen, leicht mit etwas Fond befeuchtet.

Notizen zur Nährwertbilanz (Keto freundlich)

Dank der mehlfreien Füllung und der buttergebundenen Sauce ist die Gemserolle hervorragend für eine ketogene oder kohlenhydratarme Diät geeignet. Eine Portion liefert bei etwa 550 bis 650 Kilokalorien einen hohen Protein- (50 60 g) und Fettgehalt (35 45 g) bei minimalen Kohlenhydraten (3 5 g).

Ein sättigendes Festmahl ohne Reue. Als Low-Carb Beilagen eignen sich cremiges Sellerie- oder Blumenkohlpüree anstelle von Kartoffeln oder Spätzle.

Abwechslung auf dem Teller: Alternativen zur Pilzfüllung

Die Pilzfüllung kann nach Geschmack variiert werden. Wer eine süßere Note wünscht, kann 30 Gramm getrocknete Cranberries oder Aprikosen untermischen. Für eine kräftigere Käsenote ersetzen Sie einen Teil des Frischkäses durch 50 Gramm geriebenen Bergkäse.

Für eine sommerliche Variante können die Pilze durch gewürfelte Zucchini und getrocknete Tomaten ersetzt werden.

Harmonie in Rot: Die passenden Weinbegleiter zur Wildrolle

Zum kräftigen Wildfleisch und der reichhaltigen, reduzierten Sauce passen elegante Rotweine. Ein gut strukturierter, nicht zu tanninreicher Rotwein ist ideal. Empfohlen werden ein gereifter deutscher Spätburgunder (Pinot Noir) oder ein österreichischer Zweigelt, deren feine Säure die Schwere des Fleisches perfekt ausbalanciert.

Vergessen Sie nicht einen Klecks Preiselbeer Kompott auf dem Teller, um die notwendige fruchtige Säure zu liefern.

Sonntagsbraten Low Carb Die perfekte Gemserolle mit Pilzfüllung und Speckkruste

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Gemserolle

Wir sprechen hier von der Gemserolle aber welches Fleisch ist wirklich am besten, wenn ich keine Gams bekomme?

Keine Sorge, das ist die häufigste Frage! Da echte Gamslende rar und teuer ist, verwenden Profis meist eine zarte Hirsch- oder Wildschweinlende. Wichtig ist, dass das Fleischstück mager und gleichmäßig ist, damit es sich gut zu einer Rolle formen lässt.

Achten Sie auf Lendenstücke, da diese die benötigte Zartheit für die relativ kurze Garzeit im Ofen mitbringen.

Kann ich die Rolle schon am Vortag füllen und binden, um den Sonntagsstress zu vermeiden?

Absolut! Das Vorbereiten ist für einen festlichen Braten ideal und entlastet am Kochtag enorm. Die fertig gefüllte und gebundene Gemserolle hält sich abgedeckt im Kühlschrank problemlos 24 Stunden.

Holen Sie die Rolle aber mindestens eine Stunde vor dem scharfen Anbraten aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur annimmt das garantiert ein gleichmäßigeres Garen.

60°C kommt mir für Wild relativ niedrig vor. Ist das Fleisch dann wirklich durch und sicher?

Für Wildlenden und Filetstücke ist eine Kerntemperatur von 60 62°C ideal, da diese Schnitte sehr mager sind und bei höheren Temperaturen schnell trocken werden das wäre schade um das gute Fleisch! Bei dieser Temperatur ist das Fleisch perfekt rosa (Medium) und butterweich.

Wichtig ist, stets ein zuverlässiges digitales Thermometer zu verwenden und die Rolle nach dem Garen unbedingt ruhen zu lassen, damit sich der Fleischsaft gleichmäßig verteilen kann.

Was serviere ich am besten dazu? Mir fehlen Knödel und Spätzle zum Auftunken der Soße!

Das verstehen wir gut, ohne Saucen Träger ist es nur halb so schön! Da wir eine Low-Carb Variante zubereiten, empfehlen sich cremige, dicke Pürees, die die Soße wunderbar aufnehmen können: Denken Sie an ein samtiges Sellerie- oder Blumenkohlpüree als Ersatz für Kartoffeln.

Für den traditionellen alpinen Touch dürfen außerdem ein paar Preiselbeeren nicht fehlen, um die Würze des Wilds perfekt auszubalancieren.

Wie verhindere ich, dass die Füllung beim Braten ausläuft und die Rolle trocken wird?

Hier sind zwei Profi Tipps entscheidend: Erstens, arbeiten Sie mit einer kalten und eher festen Füllung. Zweitens, binden Sie die Rolle wirklich fest und gleichmäßig mit Küchengarn ab lieber zu viel Garn als zu wenig.

Der Speckmantel ist dabei Ihr bester Freund: Er schließt die Rolle nicht nur geschmacklich ab, sondern bildet auch eine schützende Hülle, die das Austrocknen verhindert.

Gemserolle Im Speckmantel Low Carb

Gemserolle Low Carb Zarte Wildlende im Speckmantel mit PilzFüllung Rezeptkarte
Gemserolle Low Carb Zarte Wildlende im Speckmantel mit PilzFüllung Rezeptkarte
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Vorbereitungszeit:40 Mins
Garzeit:75 Mins
Servings:4 Portionen

Zutaten:

Anleitung:

Nährwertangaben:

Calories1133 kcal
Protein22.2 g
Fat68.8 g
Carbs27.9 g
Fiber0.0 g
Sodium929 mg

Rezeptinformationen:

CategoryHauptgericht
CuisineAlpenländisch

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